Der Kösseineturm

Der erste hölzerne Aussichts-turm entstand 1852 unter Revierförster Seyler aus Furthamnmer, 1914 wird dann schließlich das letzte Bauwerk aus Fichtenstämmen erbaut. mehr >>

Das Kösseinehaus

1833 wird von einer Hütte auf der Kösseine berichtet, die auf dem höchsten Platz an eine Felswand angebaut war und mit Tisch und Bänken "hinlängliche Bequemlichkeit gewährleistete". mehr >>

Kösseine-Webcam

Sponsor und Initiator: Stein-wald-EDV, Marktredwitz. Der Betreiber ist der Fichel-gebirgsverein. Motiv: Der Schneeberg, Rudolfstein, Waldstein sowie Tröstau und Umkreis, mehr >>


Die Kösseine

Die Kösseine ist ein Bergmassiv im Hohen Fichtelgebirge und liegt im Nordosten Bayerns. Die höchste Erhebung des aus Granit bestehenden Bergstocks ist der Gipfel der Großen Kösseine, 939 m ü.NN. Über die Kösseine verläuft die Grenze der Regierungsbezirke Oberfranken/Oberpfalz und die Europäische Hauptwasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer. Die dichten Wälder waren schon im 15. Jahrhundert ein beliebtes Jagdrevier der Bayreuther Markgrafen, die Forsten lieferten Brenn- und Bauholz für die umliegenden Orte, Granitabbau fand ab dem 15. Jahrhundert statt.

Wegen der freien, weiten Aussicht nach allen Himmelsrichtungen (bis Bayerischer Wald, Rhön, Thüringer Wald, Erzgebirge) war der Berg schon frühzeitig ein beliebtes Ausflugsziel, der Bekanntheitsgrad wurde 1805 durch den Besuch der damaligen Landesherrschaft wesentlich gesteigert.


Naturschutzgebiet und Naturdenkmäler

Im Gipfelbereich der Großen Kösseine befindet sich ein großartiges Granit-Blockmeer, das mit einer Fläche von 15,8 ha unter Naturschutz gestellt wurde. Verschiedene Felsgruppen (Kleine Kösseine, Großer und Kleiner Haberstein, Burgsteinfelsen, Mühlstein, Püttners- und Jakobifels) sind geschützte Naturdenkmäler.


Die Kösseine in Literatur und Urkunden

Urkundlich wird die Kösseine erstmals am 7.3.1283 genannt, als weite Gebiete an der Kösseine ("Choezsin") an Herzog Ludwig den Strengen, Pfalzgraf bei Rhein und Herzog in Bayern übergehen. Ab 1542 (Caspar Bruschius "Des Vichtelbergs gründtliche Beschreibung") bis zur heutigen Zeit erscheint der Berg in allen landeskundlichen Büchern und wird gerühmt wegen seiner hervorragenden Aussicht.


Berühmte Besucher auf der Kösseine

1785 und 1820 kommt Johann Wolfgang v. Goethe in das Fichtelgebirge, schreibt wissenschaftliche Abhandlungen über die Granitverwitterung und fertigt von verschiedenen Felsformationen im Kösseinegebiet Zeichnungen an.

Vom 13.6.1805 bis zum 5.7.1805 befinden sich die damaligen Landesherren in (Bad)Alexandersbad. Am 17.6.1805 unternehmen Friedrich Wilhelm III. mit Gemahlin Luise sowie großem Gefolge einen Ausritt zur Kösseine, viele Zeitungen berichten darüber und fördern so den Bekanntheitsgrad des Berges.


Die Bauwerke auf dem Kösseinegipfel

1805 wird ein erster primitiver "Unterstand" errichtet, 1833 ein "Wetterdach". 1882 baut die Sektion Fichtelgebirg des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins (Vorgängerin des Fichtelgebirgsverein) eine "gezimmerte Schutzhütte", es findet eine Bewirtschaftung der Wanderer statt. Wegen des ständig steigenden Besucherverkehrs wird ein "festes Haus" gefordert, das nach langen Vorbereitungen 1903 eingeweiht werden kann und in den nachfolgenden Jahren wesentlich erweitert wird. 1924 entsteht anstelle von Holztürmen ein steinerner Aussichtsturm. Haus und Turm gehören dem Fichtelgebirgsverein e.V., das ganzjährig bewirtschaftete Unterkunftshaus ist an ein Gastwirtsehepaar verpachtet und wird von einem Mitglied des Fichtelgebirgsvereins e.V. ehrenamtlich betreut.

Durch einen Bauausschuß wurde 1997 das Kösseinehaus besichtigt und es werden erhebliche Mängel (Bausubstanz, Infrastruktur) festgestellt. Die Sanierungskosten werden auf 500 000 DM veranschlagt, ein Sanierungskonzept wird bis zum Jahr 2003 (100jähriges Bestehen des Hauses) festgelegt.


Bedeutung des Kösseinehauses für die Allgemeinheit

Rund um die Kösseine befinden sich die Orte Wunsiedel, Marktredwitz, Bad Alexandersbad, Waldershof, Neusorg, Brand/Opf, Ebnath, Nagel und Tröstau, die zu den beliebtesten Fremdenverkehrsorten des Fichtelgebirges zählen. Sämtliche Orte haben in ihren Werbeprospekten die Kösseine und das Kösseinehaus als Ausflugsziel aufgenommen.

Der Fichtelgebirgsverein e.V. hat durch ehrenamtliche Helfer 13 markierte Wanderwege mit unterschiedlicher Länge aus allen Himmelsrichtungen zum Kösseinegipfel angelegt. Einheimische und Urlaubsgäste nutzen das Wanderangebot und besuchen das Kösseinehaus bei einem Tagesausflug. Die Forststraße zum Haus ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt, nur zu Fuß kann man es erreichen. Das Kösseinehaus ist in das Hauptwanderwegenetz des Fichtelgebirgsvereins e.V. einbezogen. Der 50 km lange "Höhenweg" bietet die Möglichkeit, den schönsten Wanderweg des Mittelgebirges in mehreren Tagesetappen abzuwandern, wobei in den Vereinshäusern übernachtet werden kann. Das Kösseinehaus liegt am Höhenweg und wird daher von Wanderern gerne angenommen.

Das Berghaus auf der Kösseine ist seit Jahrzehnten Treffpunkt von Volksmusikanten, die hier in regelmäßigem Abstand noch "echte" Volksmusik bieten; regemäßig stattfindete Hüttenabende erfreuen sich großer Beliebtheit.

Nahe dem Kösseinehaus befindet sich ein großes Holzkreuz und ein Steinaltar. Berggottesdienste an Christi Himmelfahrt (Veranstalter: Bergwachtbereitschaft Tröstau) und bei besonderen Anlässen haben hier Tradition.