Gefrees-Jesusbrunnen-Wetzstein

Ausgangspunkt ist Gefrees, wo südlich der Kirche der weißblau markierte Wanderweg beginnt, der uns steil südöstlich hinauf nach Gottmannsberg führt. Von hier in den Wald wo wir später die Abzweigung zum Jesusbrunnen finden.


Abzweigung zum Jesusbrunnen
Der Jesusbrunnen

Weiter ansteigend kreuzen wir nun den Weg der von Schweisbach nach Kornbach verläuft. Hier befinden wir uns nun auf den sogenannten "Tischweg", der uns bald zu einer kurzen Abzweigung zum 798m hohen Wetzstein bringt. (hölzener Aussichtspavillon mit schönen Blick auf Bischofsgrün und Ochsenkopf.) Wanderstrecke ca 4,5km, Zeit: ca. 1 1/4 Std.


Der Wetzstein 798m, hölzener Aussichtspavillon
mit schönen Blick auf Bischofsgrün und
Ochsenkopf

Die Sage vom Jesusbrunnen

Es war vor vielen Jahren in der Sommerzeit, als die Frauen bedacht sein mussten, die Beeren des Waldes zu pflücken um Nahrung für die Familie zu holen und Vorräte für den langen Winter anzulegen. Gering war oft genug das Einkommen und entsprechend karg gedeckt war auch der Tisch. Deshalb waren die Früchte und Pilze des Waldes mitunter lebensnotwendig um die hungerigen Mäuler zu füttern. Aus diesem Grunde kam eine Frau aus Gefrees nicht umhin, den Weg über Gottmannsberg zum Tischweg anzutreten, wo es damals noch auf freien Flächen reichlich Beeren gab. Da sie keinen Menschen hatte der zu Hause ihr Kind versorgen konnte, nahm sie es mit in den Wald und legte es in Windeln gewickelt in der nähe einer kühlen Quelle nieder,um ungestört pflücken zu können. Da nahte, von der emsig beschäftigten Mutter zunächst nicht bemerkt, ein Bär, packte mit dem Maul das um die Windeln gewickelte Einbindtuch und wollte so das Kind davontragen. In diesem Augenblick wurde die Mutter durch einen Schrei des Kindes aufmerksam, faltete erschreckend die Hände, hob sie zum Himmel und rief: "Jesus hilf! Mein Kind! Mein Kind." Irritiert ließ der Bär das Kind fallen, das auch etwas aus den Windeln gerutscht war und verschwand im nahen Gebüsch. Das Kind war gerettet und voller Liebe drückte es die Mutter an die Brust und sagte mit dankbarer Stimme: "Jesus hat geholfen." Seit dieser Zeit heißt der Brunnen bzw. die Quelle im "Schöffele" in der Abteilung "Herrenholz" zwischen Gottmannsberg und dem Wetzstein "Jesusbrunnen".