Hendelhammer-Blumenthal-Leupoldshammer -

Wellerthal - Ruine Neuhaus - Blumenthal -

Hendelhammer

(Gehzeit ca. 4,5 Std. Wanderstrecke ca. 20 km)

Ausgangspunkt ist der Ort Hendelhammer beim Sägewerk wo der Egerweg kreuzt. Wir folgen dem Egerweg nach rechts Fluß abwärts in ein Waldstück hier am nächsten Abzweig rechts auf schmaleren Pfad der Eger entlang. Nach einer ½ Stunde weitet sich das Flussbett und wir erreichen das erste kleine Kraftwerk. Am Kraftwerk vorbei wechseln wir dann auf die rechte Flussseite, vorbei am Leupoldshammer gelangen wir zum Teufelstisch, oder auch Teufelsplatte genannt. Eine flache, große Granitplatte, auf der sich eine Kreisrille von 1,6 Metern Durchmessern befindet. Diese Rillen bezeichnete der Volksmund auch als "Blutrillen". Tatsächlich wurde aber hier um 1746 Baumharz gewonnen, das zur Herstellung von Wagenschmiere (Pech) diente. Dieser Schmierofen funktionierte im Prinzip wie ein Kohlenmeiler. Hier beginnt auch ein künstlich angelegter Kanal, der zu einem weiteren Kraftwerk weiter unten im Tale führt.


Das Flussbett der Eger weitet
sich an dieser Stelle.
Das erste kleine Kraftwerk
befindet sich bei Leupoldshammer.
Der Teufelstisch, oder auch Teufelsplatte
genannt. Die Rillen sind gut zu erkennen.
Hier in Leupoldshammer beginnt der Kanal,
welcher zum Kraftwerk „Hirschsprung“ führt.

Wir folgen dem Weg entlang des Kanals bis wir nach ca. ½ Stunde nach Blumenthal gelangen, ehemaliges Feriengut für Erholungsbedürftige und Jubilare der Hutschenreuther AG. Inzwischen ist hier ein Museum untergebracht. Wir überqueren nun den Kanal und folgen der Straße vorbei am Museum und einer Villa und gelangen ins sogenannte Wellerthal. Benannt nach Johann Christoph Weller, einem sächsischen Handelsherren, der 1689 die Beutnerschen Hütten- und Hammerwerke kaufte und von Arzberg (durch Nutzung der Wasserkraft) nach hierher verlegte.


Wir überqueren den Kanal, im Hintergrund
das Museum ehem. Feriengut Blumenthal.
Eine Hinweistafel erinnert noch an das ehe-
malige Feriengut der Hutschenreuther AG.

Der Kanal verläuft nun auf der rechten Seite und befindet sich bereits einige Meter über uns und man könnte glauben, das Wasser läuft hier bergauf. Wir erreichen nach 20 Minuten das alte Flussbett der Eger, das sich links von uns befindet. Hier überqueren wir den Fluss über eine Brücke und folgen dem alten Flussbett der Eger am linken Flussufer. Romantisch schlängelt sich der Fahrweg durchs Tal entlang der Eger vorbei an alten rostigen Strommasten und Felsformationen wie dem sog. „Hirschsprung“. Ein Felsengebilde, welches sich auf der gegenüberliegenden Seite der Eger befindet. Man fühlt sich in die Vergangenheit zurück versetzt, wie wenn die Zeit hier stehen geblieben ist. Nach 20 Minuten erreichen wir das zweite Kraftwerk, das vom künstlich angelegten Kanal gespeist wird. Dieser kommt nun in einer Höhe von 30m über dem Kraftwerk an und wird durch ein Rohrsystem über Turbinen geleitet und gelangt danach wieder ins alte Flussbett der Eger zurück.


Romantisch schlängelt sich der Fahrweg,
durchs Wellerthal.
Gelb leuchtendes Farbenspiel von Moos, an
Felsformationen entlang des Flussbettes.
Kraft tanken, wie hier von
Georg praktiziert.
Der „Hirschsprung“ im
Wellerthal.
Das zweite Kraftwerk, hier fällt das Wasser
aus dem Kanal 30 Meter in die Tiefe.
Die Eger ist wieder vereint und wird hier
zum stattlichen Fluss, breiter und ruhiger.

Wir bleiben auf dem Weg, die Eger wird nun zum stattlichen Fluss, der breiter und ruhiger dahinfließt. Schon bald weitet sich das Tal und auf der anderen Seite ist das Cafe „Egerstau“ zu sehen. Wir überqueren die Eger über eine Fußgängerbrücke und folgen dem Weg rechts am Wald entlang und dann links hinauf. Oben angekommen, wieder rechts zum Cafe „Egerstau“, hier machen wir Rast und gönnen uns zwei kühle Pils.


Auf der gegenüberliegenden Seite,
die Cafe-Pension „Egerstau“.
Über eine Fußgängerbrücke erreichen wir
kurz darauf die Cafe-Pension „Egerstau“.
Gemütlich und in aller Ruhe genießt Georg
seine Pfeife und das süffige Bier.
Das erste Pils schmeckt vorzüglich und
natürlich auch noch das zweite.
Aufbruch, nach gemütlicher Rast. Das Bild
entstand vor der Cafe-Pension „Egerstau“ .
Beim Aufstieg hinauf zur Ruine Neuhaus,
im Hintergrund ist Neuhaus zu erkennen.

Nach unserer Rast geht’s vom Cafe „Egerstau“ auf direktem Weg (über Feldwege) immer bergauf zum höchsten Punkt, in ca. 20 Min. erreichen wir die Ruine Neuhaus. Leider ist von einer Ruine nicht mehr viel zu sehen, außer einer kleinen Hütte am Gipfel mit einer Wandtafel, die auf die einstige Burgruine hinweist.


Eine kleine Hütte steht am Gipfel, wo
einst die Ruine Neuhaus stand.
Ein Wandgemälde an der Hütte weist auf
die ehemalige Ruine hin.

Wir gehen wieder hinab und folgen unterhalb des Berges der weiss-blau-weissen Markierung in Richtung Blumenthal. Der Weg verläuft quer durch den Wald, nach 20 Minuten erreichen wir den Waldrand. An der Weg-Schranke halten wir uns nun rechts und folgen dem Weg bis zum nächsten Waldstück. Hier gehts rechts an einem Bauernhof vorbei, danach auf dem Mittelweg links halten, bei der nächsten Gabelung immer noch links und an der nächsten Kreuzung rechts ab, wir verlassen nun den Mittelweg.


Ein Weg mit einem Steg führt uns über
den Kanal zurück nach Blumenthal.
Wieder zurück an unserem Ausgangspunkt,
beim Sägewerk in Hendelhammer.

Wir folgen dem Weg (ohne Bezeichnung) in Richtung Blumenthal. Nach gut einer ¾ Stunde macht der Weg einen rechten Bogen bergab. Hier kann man abkürzen, nämlich direkt in der Kurve links ab führt ein Weg mit einem Steg über den Kanal und wir können die Villa und das Museum bereits sehen. Nun geht es auf dem bekannten Wege in etwa einer ¾ Stunde wieder zurück, am oberen Kraftwerk vorbei, dem Fluss entlang zu unserem Ausgangspunkt „Hendelhammer“. Eine wunderschöne Rundwanderung entlang der Eger, bei der man so manche Sorgen vergisst und viele neue Eindrücke mit nach Hause nimmt, geht zu Ende.